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Diese Frage stellten wir uns schon öfters – vor allem jetzt, wo die kalte Jahreszeit wieder begonnen hat und wir mal wieder von laufenden Nasen, einem fiesen Kratzen im Hals und anderen grippeartigen Symptomen geplagt wurden.

Wir entschieden uns natürlich, ganz nach dem Motto „Go hard or go home“ trotzdem ins Fitnessstudio zu gehen und wie gewohnt unsere anspruchsvollen Workouts durch zu ziehen. Was wir uns genau dabei dachten, können wir euch  jetzt im Nachhinein auch nicht mehr sagen 😀 – vermutlich sowas wie „wird schon nicht so schlimm sein“ und „ach, die kleine Erkältung geht sowieso bald vorbei“. – Little did we know –

Kurze Zeit später hatten wir dann den Salat, beide krank im Bett mit Fieber und schwerer Grippe und mussten somit für zwei Wochen auf das Krafttraining verzichten. Aber es hatte auch sein Gutes, dass wir diese Erfahrung gemacht haben, denn sonst hätten wir wohl nie gelernt, dass es nicht so gut ist mit einer Erkältung weiter aktiv Sport zu betreiben.

Doch was genau passiert eigentlich im Körper, wenn man krank trainieren geht?

Halsschmerzen können zum Beispiel ein Anzeichen für eine normale Erkältung sein, manchmal sind sie aber auch Vorbote für eine Mandelentzündung! Mandelentzündungen werden meist von Bakterien ausgelöst, die sich zudem schnell im ganzen Körper verbreiten können und dann andere Organe wie Nieren, Leber oder Herz angreifen. Bei erhöhter Temperatur oder gar Fieber sollte auf keinen Fall Sport betrieben werden, da diese Symptome meisten bei einer Virusinfektion auftreten.

Einerseits ist das Immunsystem dann vollständig damit beschäftigt, gegen die Viren anzukämpfen und wenn man seinen Körper dann noch zusätzlicher Anstrengung aussetzt, wird das es völlig überlastet und die Krankheit verschlimmert sich!

Andererseits muss das Herz bei sportlicher Betätigung noch mehr Blut durch den Körper pumpen, was wiederum das Wandern der Viren verstärkt und die Gefahr einer Herzmuskelentzündung deutlich steigert! Bei einer Herzmuskelentzündung muss man meist über ein halbes Jahr mit dem Training pausieren und wenn sie zu spät erkannt wird, kann das unter Umständen sogar tödlich enden!

Also Ego bei Seite und bei einem grippalen Infekt niemals trainieren, sondern ihn lieber in Ruhe auskurieren!

Aber wie sieht es aus, wenn man nur eine kleine Erkältung hat? – Zum Beispiel Schnupfen, leichte Kopfschmerzen oder eine laufende Nase.

Hier ist es nun ganz wichtig auf den eigenen Körper zu hören, wenn man sonst keine Beschwerden hat und sich wohl fühlt, sollte einem Training mit moderater Anstrengung nichts im Wege stehen – „go for it!“, aber mit Bedacht!! Aber wenn du dich nicht gut fühlst, dann setz lieber einen Tag aus! An solchen Tagen bietet sich eher ein Spaziergang an der frischen Luft an, denn die regt den Kreislauf an und hilft dabei Nase und Kopf freizubekommen.

Und dann gibt es da natürlich den ersten Tag ohne Fieber und Grippesymptomen, an dem man sich wieder viel besser fühlt und man sofort ins Training gehen möchte!

Aber hier ist Vorsicht geboten! Auch wenn die Symptome abgeklungen sind, kann es sein, dass die Krankheit noch nicht komplett abgeklungen ist und sie noch irgendwo im Körper schlummert. Wenn man zu schnell wieder mit dem Training anfängt, kann man einen herben Rückschlag erleiden und liegt wieder krank im Bett, teilweise ist es dann sogar schlimmer als vorher! Am Besten ist es, 1-2 Tage zu warten und erst dann wieder mit niedriger Intensität ins Training zu starten.

Da im Moment leider wieder die Jahreszeit ist, in der fast alle krank werden und eine langwierige Erkältung mit sich rum schleppen, werden wir in den kommenden Tagen euch ein paar Tipps und Tricks zusammen stellen, wie ihr euch vor einer Erkältung wappnen könnt bzw. sie so schnell wie möglich wieder los werdet.

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Wir hoffen euch hat dieser Beitrag weiter geholfen und dass ihr in dieser kalten Zeit Grippe- und Erkältungsfrei bleibt oder schnell wieder gesund werdet, falls es euch schon erwischt hat!

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